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Handball

Wer sich dazu entschließt aktiv eine Sportart zu betreiben, sollte auch die Theorie nicht allzu stiefmütterlich behandeln. Schließlich gibt es nichts Schlimmeres, als einen Sportler, der die Regeln seines eigenen Spiels nicht beherrscht.

Wie funktioniert Handball?

Dem Handballbegeisterten sind die Basics recht schnell erklärt. Handball ist eine Sportart, die sich sowohl im Freien, wie auch in der Halle spielen lässt. Eine Hallen-Mannschaft besteht aus insgesamt sieben Spielern, die sich aus dem Torhüter und sechs Feldspielern zusammensetzt. Im Freien wird das Team normalerweise um vier Spieler aufgestockt. Die Ähnlichkeiten zum traditionellen Fußball sind nicht von der Hand zu weisen, da man auch im Handball versuchen muss, den Ball so oft wie möglich ins gegnerische Tor zu katapultieren. Allerdings muss dies, wie der Name der Sportart schon sagt, mit den Händen geschehen. Gewinner ist die Mannschaft, die gegen Ende der Spielzeit die meisten Tore erzielt hat.

Grundvoraussetzung des Spiels

Für den Kick-off eines Spiels benötigt man ein 40 Meter langes und 20 Meter breites Spielfeld, dessen Mittellinie das Spielfeld in zwei Abschnitte aufteilt. Das mittig liegende Tor muss zwei Meter hoch und drei Meter breit sein. Direkt vor dem Tor muss eine aus zwei Viertelkreisen bestehende Torraumlinie markiert werden, die einen Radius von sechs Metern haben sollte. Sieben Meter vom Tor entfernt muss die Freiwurflinie markiert sein. Zwischen Torraumlinie und der parallel laufenden gestrichelten Freiwurflinie herrscht ein Abstand von drei Metern. Natürlich läuft ohne Ball gar nichts. Dieser hat einen Umfang von ca. 59 Zentimetern und ein Gewicht von 425 bis 480 Gramm.

Die Regeln

Anders als beim Fußball beträgt die Spielzeit beim Handball nur 60 Minuten und wird in zwei 30-minütigen Hälften aufgeteilt. Zwischen den Halbzeithälften findet eine Pause von 10 Minuten statt. Über das Spiel richten ein Schreiber, ein Zeitnehmer und zwei spielleitende Schiedsrichter. Der erste Einwurf wird aus dem Mittelkreis getätigt. Anschließend dürfen die Spieler den Ball durch Werfen, Passen und Dribbeln weiterbewegen. Die Füße und die Beine unterhalb des Knies sind wie bereits erwähnt tabu. Folglich darf der Ball ausschließlich mit Händen, Armen, Oberkörper, Kopf und auch mit Knien und Oberschenkeln berührt werden. Lediglich der Torhüter darf Beine und Füße einsetzen, um ein Tor abzuwehren. Außerdem darf sich einzig und allein der Torhüter im gekennzeichneten Torraum aufhalten. Ein Feldspieler kann den Ball in sämtliche Richtungen, auch im Rollen fortbewegen. Auch die Faust darf zum Einsatz kommen. Allerdings ohne den Ball vorher in die Luft zu werfen. Maximal drei Sekunden darf ein Feldspieler den Ball in Händen halten und mit dem Ball in der Hand nicht mehr als drei Schritte gehen.


Regelverstöße

Verstöße gegen die Handballregeln werden für gewöhnlich mit entweder einem 7-Meter-Wurf oder einem Freiwurf der gegnerischen Mannschaft bestraft. Bei einem handfesten Regelverstoß wird man für zwei Minuten aus dem Spielfeld verbannt oder disqualifiziert. Ansonsten darf Handball recht zügig und fließend gespielt werden, da es weder eine Abseitsregel und so gut wie kein Mittelfeldspiel gibt. Hauptort des Geschehens sind meistens die gegnerischen Torräume.

Tipps & Tricks im Handball

Beim Handball sehr beliebt und relativ einfach ist die Passtäuschung. Ein Spieler, der sich z.B. in der Mitte des Rückraums befindet und ein weiterer Spieler aus dem linken Rückraum täuschen einen Pass an. Zur Überraschung des Gegners spielt man jedoch den Spieler auf der anderen Seite den Ball zu, der nun die Lücke nutzen kann.

Auch eine effektive Variante den Gegner in die Irre zu führen ist die “Einbeinige Körpertäuschung”. Der Wurf wird mithilfe der Gegenwurfhand vorgetäuscht, um dann doch mit der Wurfhand zu spielen. Der Ball wird angenommen und bekommt auf der linken Seite Bodenkontakt. Der Gegner wird folglich mitgehen und überrascht sein, wenn man plötzlich schnell auf das rechte Bein springt. Schon entsteht genügend Platz, um einen dritten Schritt zu tun und den Gegner hinter sich zu lassen.